Allgemein/Aus den Bibliotheken/Logbuch der Reiseleitung

Packliste: 44 Tipps für die #BibReise

Wie wird wohl um das Klima bestellt sein? Brauche ich Medikamente? Welche technischen Geräte brauche ich? Welches Schuhwerk? Hm, und wieviel frische Wäsche zum Wechseln brauche ich wohl, wenn ich zwei Jahre lang unterwegs bin? Packlisten sind spitze. Egal, ob man nun eine Wanderung plant – oder ob man sich gleich auf eine Weltreise begibt.  Für jeden Zweck finden sich Packlisten im Internet, die sich mit den eigenen Listen abgleichen lassen.

Für die #BibReise gestaltet sich das etwas schwieriger. Oder sogar einfacher? Nächste Woche begeben wir uns wieder mit öffentlichen Bibliotheken aus Nordrhein-Westfalen auf eine zweijährige Reise nach Digitalen. Dieses Coachingprogramm der Fachstelle Öffentliche Bibliotheken NRW zielt darauf ab, eine Leitidee für Social Media zu entwickeln, mit deren Hilfe die Bibliotheken im Internet aus dem Arbeitsalltag heraus eine Stimme und Geschichten entwickeln sowie Teil einer Gemeinschaft werden, mit denen sie Ort, Anliegen und Themen teilen. Wir wählen für dieses Programm das Motiv der Reise: Die Teams der Bibliotheken ziehen aus, um digitale Orte kennenzulernen, neue Bekanntschaften zu schließen, fremdartige und vertraute Eindrücke zu sammeln und mit neuen Erfahrungen und Erkenntnissen heimzukehren.

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Im Unterschied zu anderen Reisen wird es eine stetige Reise im Alltag sein. Für manche geht es in schon bekannte Gefilde, für einige hingegen in Gebiete, von denen man sagt, dass dort Drachen leben. Andere kehrten von diesen Reisen bereits zurück: Dreizehn öffentliche Bibliotheken aus NRW waren von 2015 bis 2017 im Coachingprogramm und hinterließen hier im Blog

44 Empfehlungen für die #BibReise:

  1. Durchhalten, am Ball bleiben
  2. Ganz wichtig: Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Zeit geben, die Aufgaben abzuarbeiten, Netzwerke zu füttern und sich in der Social Media- Welt umzuschauen!
  3. Nicht alles zu ernst nehmen und gelassen bleiben, auch wenn es mal Schwierigkeiten gibt.
  4. Bei Unstimmigkeiten offene Gespräche führen, da durch Anzahl der Likes und „Wer liked wen“  durchaus ein Konkurrenzdenken entstehen kann.
  5. Man sollte sich zunächst auf wenige Plattformen konzentrieren, da man sich sonst verzettelt.
  6. Technische Voraussetzungen klären. Es sollten den Teilnehmern gute „Diensthandys“ oder Diensttablets zur Verfügung gestellt werden, die imstande sind, gute Bilder zu machen.
  7. Man gewinnt am Ende einen ganz anderen Blickwinkel und erfährt, was die anderen Bibliotheken auf der ganzen Welt so betreiben. Die Reise erweitert den Blick in viele Richtungen.
  8. Sich einfach auf das Abenteuer „Social Media“ einlassen, es gibt viel zu entdecken.
  9. Nutzt die einmalige Chance, mit kompetenter Begleitung und viel Unterstützung dieses Abenteuer zu starten und lasst Euch ohne Vorbehalte darauf ein!
  10. Probiert alles aus und überwindet Ängste und Hemmungen.
  11. Auch wenn man der Sache mit einer gewissen Skepsis gegenübersteht: Diese Skepsis wird einem genommen.
  12. Social Media macht Spaß und ist einfach mittlerweile ein fester Bestandteil im täglichen Leben der meisten Leute.
  13. Den Spaß an Social Media suchen und vielleicht auch finden.
  14. Die Nutzung von Social Media ist ein guter Weg, um besser mit Nutzern oder potentiellen Nutzern zu kommunizieren. Seid bereit, etwas zu verändern.
  15. Konflikte aushalten und sich den Anforderungen und Erwartungen stellen.
  16. Am besten unbefangen und offen an die Sache rangehen.
  17. Niemals sagen, man sei zu alt für so was!
  18. Traut euch, was Neues anzufangen. Aller Anfang ist schwer, aber man kann es schaffen.
  19. Das Projekt ist eine Bereicherung der Bibliotheksarbeit und eine Bereicherung für die Darstellung in der Öffentlichkeit.
  20. Inhalte kritisch hinterfragen
  21. Freiräume produktiv nutzen
  22. Interne Auftaktveranstaltung für das ganze Team durchführen
  23. Einen eigenen Weg finden
  24. Die gesamte BibReise dokumentieren
  25. Mutig sein, sich trauen, sich auch mal zum Affen zu machen
  26. Erzwingen kann man gute Posts nicht.
  27. Wie in der Ausschreibung schon vorgewarnt wurde, kostet das Projekt Zeit. Es ist sehr hilfreich, wenn man mindestens ein anderes Projekt für diese Zeit zurückstellt (bei uns war es der SommerLeseClub).
  28. Das Projekt hilft auf jeden Fall, die Social-Media-Aktivitäten zu professionalisieren.
  29. Neugierig sein und bleiben
  30. Keine Angst vor Fehlern. Aus diesen lässt sich lernen.
  31. Man/frau bekommt einen anderen Blick für Social Media in seiner Umgebung (dienstlich und privat)
  32. Anschluss nicht verpassen: Social-Media-Arbeit als Investition in die Zukunft
  33. Kommunikation ist alles! Das Bibliotheksteam soll sich im Vorfeld darüber klar werden, welcher Kollege Interesse an dem Projekt hat, welche Talente wer einbringen kann, was man mit dem Projekt erreichen möchte.
  34. Die Workshops sind gute Input-Geber, aber die Vor-und Nachbereitungen müssen im internen Bibliotheksteam geklärt werden: z.B. sollten Zuständigkeiten, Vertretungen etc. frühzeitig diskutiert werden.
  35. Zeitkontingente schaffen! Social Media kann kein Projekt sein, das eben schnell in der Mittagspause oder in angehängten Überstunden passiert.  Zum einen leidet die Qualität der Ergebnisse, zum anderen räumt es dieser Arbeit nicht den nötigen Stellenwert ein.
  36. Ein Bespielen der Social Media-Plattformen muss als selbstverständlicher, fester Teil der Bibliotheksarbeit aufgefasst werden und dazu gehört auch, ein genügendes Zeitkontingent dafür zu schaffen.
  37. Das Bibliotheksteam muss sich am besten schon im Vorfeld, spätestens zur Anfangsphase besprechen, wie die beteiligten Kollegen entlastet werden können bzw. wie die Social Media-Arbeit gerecht verteilt werden kann.
  38. Das ganze Team sollte auf die Reise mitgenommen werden. Aber: Es werden sich einzelne Personen oder Gruppen herauskristallisieren, die mehr machen werden und Interesse dafür zeigen werden als andere. Davon nicht entmutigen lassen.
  39. Nicht versuchen, dauerhaft Leute zu Social Media-Arbeit zu drängen, die damit nichts anfangen können oder einfach keine Lust dazu haben.
  40. Immer wieder auch mit allen weniger stark an den direkten Aktionen beteiligten Kollegen über die Strategie sprechen.
  41. Die Workshops waren immer interessant und haben Spaß gemacht.
  42. Auch das Bloggen hat (mir persönlich) immer viel Freude bereitet, auch wenn es zusätzliche Arbeit war.
  43. Es lohnt sich. Auch wenn es eine vielleicht eine Weile dauert, bis die BibReise in Fahrt kommt: Es wird eine sehr spannende und lehrreiche Reise werden.
  44. Machen!

Nächste Woche beginnt die #BibReise mit einer zweitägigen Auftaktveranstaltung in Dortmund. Die Dokumentation findet dann auf dem Blog der Fachstelle für öffentliche Bibliotheken NRW statt, das in diesem Jahr frisch redesignt und durchdacht wurde.  Das Hashtag für die #BibReise ist – ja, genau! – #BibReise! Hiermit senden wir bei Twitter und Instagram Bilder und Geschichten in die digitale Welt.

Die Dokumentation der ersten #BibReise verbleibt hier im Blog. Darin kann man nochmal nachlesen, was wir in zwei Jahren alles gemacht haben und wer die Reisenden waren.

Zum Reisen gehören Geduld, Mut, guter Humor, Vergessenheit aller häuslichen Sorgen, und daß man sich durch widrige Zufälle, Schwierigkeiten, böses Wetter, schlechte Kost und dergleichen nicht niederschlagen läßt. Adolph Freiherr von Knigge

 

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