Allgemein/Logbuch der Reiseleitung

Susi, der zweite Blick und Bibliotheksinnereien

„SUSI!“ Es galt, eine Parole für die Bibliotheken zu finden, mit der die Teams sich im Alltag gegenseitig in die Atmosphäre der kreativen Workshops versetzen können. Ich muss gestehen, dass dies eine Idee war, die nicht sonderlich nachhaltig zündete. Vielleicht werde ich sie bei der nächsten BibReise weglassen oder erst viel später einsetzen. Es gab aber ein Team, dass die Aufgabe meisterlich und innerhalb von etwa dreißig Nanosekunden löste: Kaum hatte ich zuende gesprochen, riefen die Mitarbeiterinnen und der Mitarbeiter der Stadtbücherei Espelkamp „Susi!“. Zack. Fertig. Und ihre „Susiness“ ist in der Tat unbestreitbar.

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Unsere Reihe der Rückblicke geht weiter (Teil 1, Teil 2). Und es gibt eine kleine Abweichung von der alphabetischen Reihenfolge, denn Lüdinghausen hüpft in die nächste Folge, um dort aus Gründen zusammen mit Ochtrup aufzutauchen. Heute widmen wir uns der Stadtbücherei Espelkamp, der Stadtbibliothek Leverkusen und der Stadtbibliothek Oberhausen. Bei diesen Dreien lässt sich ganz gut erkennen, dass öffentliche Bibliotheken zwar grundsätzlich Ähnliches anbieten, sich aber doch große Unterschiede in der Identität bemerkbar machen. Und das liegt nicht nur an den Feinheiten von Nordostwestfalen, Ruhrgebiet und Rheinland.

Vielen Bibliotheken ist nicht bewusst, wie wichtig es ist, sich mit der eigenen Identität,  Verortung und Strategie auseinanderzusetzen und hierfür im digitalen Raum Ausdruck zu finden. Denn im Unterschied zum Besuch in der Bibliothek vor Ort vermittelt sich nicht unmittelbar, wie diese Institution und seine Menschen sindt, welchen Ton und welchen Stil sie pflegen (Susi?), welche Schwerpunkte sie haben, wie die Räume aussehen, wie es sich anhört, wie es sich, wie es sich anfühlt, wenn ich diese betrete. Um diese Atmosphäre zu vermitteln, braucht man im Digitalen Text, Bild und Ton. Und Geschichten und Eindrücke. Vor allen Dingen aber ein Bewusstsein um die eigenen Besonderheiten und Themen sowie die Unterschiede zu den anderen Bibliotheken − und anderen, die im Social Web aktiv sind.

Stadtbücherei Espelkamp

Nicht nur Susi, sondern auch eine Reise zum Spiel mit sich selbst.

Was war die größte Herausforderung in diesem Projekt?

  • Ideen zu finden
  • die neuen Aufgaben in den Alltag zu integrieren

Was hat sich durch die #BibReise verändert?

  • Die Bücherei ist im Social-Media-Bereich besser aufgestellt.
  • Es wurden neue Kontakte geknüpft.
  • Es gab neue Impulse von außen.
  • Die Kreativität konnte gesteigert werden.
  • Das Auge wurde geschult.
  • Die Teambindung wurde verstärkt.

Was war das Beste an der #BibReise?

Die neuen Kontakte!

Was war das Schlimmste?

Nicht ausreichend Zeit.

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Wo ist die Stadtbücherei Espelkamp im Social Web zu finden und was erwartet uns dort?

Facebook: https://www.facebook.com/BuechereiEspelkamp

  • Informationskanal
  • Veranstaltungshinweise
  • Rückblenden
  • Bibliotheksalltag

Instgram: https://www.instagram.com/stadtbuecherei_espelkamp

  • durch Bilder schneller und leichter als Facebook
  • geeignet für Dinge, die nicht unbedingt bibliotheksbezogen sind
  • wir erreichen dort auch Nutzer, die jünger sind als bei Facebook
  • man kann sich in Tages- Hashtags (z.B. #Lampenmittwoch…) einklinken

Twitter: https://twitter.com/StaBueEspelkamp

  • Wortzauber
  • O-Ton
  • #BüchereiOnTour

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Stadtbücherei Leverkusen

Leverkusen besticht auf den zweiten Blick. Es lohnt sich durchaus, sich hierfür die Zeit zu nehmen. Schon während des ersten Workshops war meine Neugier auf diesen Ort entfacht, so dass ich kurzerhand einen Instawalk dorthin legte und etwas tiefer in die Geschichte dieser Stadt einstieg.

Der Beginn der #BibReise war für uns alle etwas strubbelig: Für das Team. Für uns Reiseleiter. Für die Fachstelle. Wir schonten einander nicht, es knarzte, zwischendurch rauschte mal was Glitzerndes durch. Es rumpelte. Und dann: Ruck! Zack! Mit einem Knirschen machte sich die Leverkusener Reisegruppe frei und es lief sich leichter auf den Pfaden durch Digitalien.

Mit einer Verneigung vor den Bücherschubsen aus dem Westfälischen.

Die Stadtbibliothek Leverkusen ist bei Instagram: https://www.instagram.com/stblvrksn und bei Facebook https://www.facebook.com/StadtbibliothekLeverkusen. 

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Stadtbibliothek Oberhausen

Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.
Dieses Zitat von Bertolt Brecht sprang mir gleich ins Auge, als ich zum ersten Mal im Bert-Brecht-Haus in Oberhausen war. In diesem Haus sind die Stadtbibliothek und die vhs untergebracht. Ein fantastisches Haus im Stil des Backsteinexpressionismus aus den 1920er Jahren.

Auch hier war der Beginn der #BibReise etwas ungestüm. Aber hiervon mal abgesehen fragte ich das Team:

Was war die größte Herausforderung in diesem Projekt?

  • Die technischen Herausforderungen bewältigen
  • Schaffung von Akzeptanz im Kollegenkreis
  • Durchhalten!

Was hat sich durch die #BibReise verändert?

  • Die Akzeptanz im Kollegenkreis und von Seiten der Stadtverwaltung
  • Inzwischen gibt es einen „geschärften Blick“ der Kollegen, d.h. es werden Vorschläge für Beiträge und Fotos gemacht
  • Bildung einer festen, aber nicht geschlossenen Facebook-Gruppe
  • Verbesserter interner Kommunikationsfluss
  • Schaffung einer Struktur für Facebook-Beiträge durch Hashtags (#wasansteht, #Bibliotheksinnereien, #frischeingetroffen, #empfehlungderwoche)
  • Erweiterte Kommunikation mit Benutzern

Gab es einen besonderen Moment oder eine spezielle Anekdote?

Ebenjene Grippewelle während eines Workshops mit anschließender zweiwöchiger krankheitsbedingter Abwesenheit von ca. 14 Kolleginnen und Kollegen. (Jössas!)

Was war das Beste an der #BibReise?

  • Netzworking-Kurs
  • Barcamp mit Kennenlernen von KollegInnen aus anderen Bibliotheken

Was war das Schlimmste?

  • „Ausflüge“ während der Workshops („wie im Kindergarten“)
  • Dauer der Workshops gemessen an den vermittelten Inhalten zu lang

(Die Reiseleiterin macht sich Gedanken.)

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Neue Arbeitsfelder 🙂

Die Stadtbibliothek Oberhausen ist derzeit auf Facebook:https://www.facebook.com/Stadtbibliothek-Oberhausen-354585107985318 und mit der Young Corner der Zentralbibliothek bei Instagram zu finden: https://instagram.com/_u/youngcorneroberhausen. Zusätzlich ist ein Instagram-Account geplant für die Zweigstelle in Osterfeld, um den Austausch mit Schülerinnen und Schülern zu fördern.

In Osterfeld arbeitet übrigens auch Michelle, die uns hier im Blog schon mal mit zu Snapchat nahm.

 

oberhausen_lovestory

Hier teasere ich dann mal romantisch den nächsten Beitrag an, in dem es passenderweise um Lüdinghausen und Ochtrup gehen wird. Mit viel Liebe. Und einer gescheiterten Idee.

Bisher erschienen:

Bildungsreise nach Digitalien. Mehr als ein Resümee.

Alltag und Heldentum: Passt das überhaupt zueinander?

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3 Kommentare zu “Susi, der zweite Blick und Bibliotheksinnereien

  1. Pingback: Susi, der zweite Blick und Bibliotheksinnereien | Fachstelle Öffentliche Bibliotheken NRW

  2. Pingback: Endgegner Zeit und Abschied von einer Idee | #BibReise

  3. Pingback: Veränderungen kosten Kraft: Über Mut und Ermutigung | #BibReise

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