Logbuch der Reiseleitung

#lvrksn, #obstklau und #bibzoo: Fröhliches Hashtaggen in Leverkusen

Es war die kürzeste Anreise für uns Reiseleiter: Schwupp, waren wir von Köln aus rheinabwärts im benachbarten Leverkusen. Nein, es ist keine Stadt, die man gleich auf den ersten Blick ins Herz schließt. (Ich frage mich, warum diese Konsumtempel so grauenvoll aussehen müssen. Für die Vermarktung werden dann blumige Begriffe wie Rialto-Boulevard oder Luminaden gefunden. Eigentlich könnte man aber doch dann einfach was Schönes bauen, oder? Je nun. Dieses Geheimnis werden wir auf unserer #BibReise gewiss nicht lüften.)

2016-02-22 08.40.23

Also, Leverkusen mit seiner einladenden Stadtbibliothek in der ehemaligen Sparkassenhalle.  Mit einem schönen Holzpflaster aus den 70er Jahren, das an einigen Stellen geheimnisvoll klackert.  Auf dem (also, natürlich auf Stühlen auf dem) Holzpflaster versammelten wir uns und arbeiten zwei Tage lang an der Identität und Verortung der Stadtbibliothek Leverkusen und an dem Begriff der Nachbarschaft und ihrer Pflege. Wie so oft war ich ganz hingerissen von der Kreativität, die sich aus der Gruppenarbeit ergab. Auch wenn der Schritt der Übersetzung ins Digitale nicht immer ganz einfach ist, greift doch unser Konzept, zunächst ganz analog fürs Digitale zu arbeiten, recht gut. Es braucht den Schritt zurück, um sich erstmal seiner selbst zu vergewissern, Ideen aus sich selbst heraus zu schöpfen und einen eigenen Ton zu finden, um auch im Digitalen als Team leichtfüßiger zu agieren. Und zwar zu agieren, und nicht nur zu reagieren. Also im Grunde das, was die Bibliotheken ohnehin schon tun, in den digitalen Raum zu verlängern.

Interessanterweise sind es in manchen Kommunen die Bibliotheken, die zum Innovationstreiber einer Stadt werden − wie in Leverkusen. Digitale Angebote und der Zugang zu neuen Technologien sind selbstverständlicher Teil des Alltags. Social Media bietet die Möglichkeit, mit diesen Angeboten und als Einrichtung für die Menschen in einer Stadt sichtbarer zu werden. Nun gilt es noch, Wege  zu finden, warum die Menschen einer Stadt ihre Bibliothek zu sich auf die digitale Küchenbank oder ins digitale Wohnzimmer einladen sollten. Das Leverkusener Team sprudelte schier über vor Kreativität und es purzelten allerliebste Hashtags in den Raum: #obstklau bleibt unsere geheime Parole und #lvrksn wurde nach dem Workshop prompt zum Instagram-Account @stblvrksn. Hierfür gab es dann auch die famose Idee, einen #bibzoo zu eröffnen und bei Instagram alle Tiere zu versammeln, die sich in der Stadtbibliothek Leverkusen tummeln. Und nicht nur dort: Irgendwann findet man dann unter #bibzoo die Bibliothekstiere aus allen möglichen Stadtbüchereien. Die Spiele mögen beginnen: Der #bibzoo hat geöffnet, für Besucher und weitere Zoodirektorinnen und -direktoren.

Die Stadtbibliothek Leverkusen bei Facebook: www.facebook.com/StadtbibliothekLeverkusen.

 

Advertisements

Ein Kommentar zu “#lvrksn, #obstklau und #bibzoo: Fröhliches Hashtaggen in Leverkusen

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s