Logbuch der Reiseleitung

Kiepenkerle und die Ochtruper Nachtigall: Zu Gast im Münsterland

Hatschi! Diese Reisewoche wird in die Annalen der BibReise eingehen als die Woche der Lädierten. Das Reiseleiterteam war in Teilen von Bazillen befallen, die auf der Station davor die halbe Belegschaft umgehauen hatten. Dabei freuten wir uns schon wie Hulle auf die Teams aus Ochtrup und Lüdinghausen, deren Leiter Digitalien unerschrocken besiedeln. Auch ein gewisser Herr Kakowsky − laut eigener Aussage der weltbeste, ehrenamtliche Büchereimitarbeiter − treibt dort sein Unwesen …

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Backen können sie auch noch!

Beide Büchereien arbeiten eng und freundschaftlich zusammen. Da sie außerdem nur wenige Mitarbeiter haben, haben sie sich für die BibReise zusammengeschlossen. Wir standen also vor der sportlichen Aufgabe, auf der einen Seite die individuelle Identität und Verortung der Büchereien herauszuarbeiten und auf der anderen Seite eine gemeinsame Klammer zu finden. Die Bücherei St. Lamberti in Ochtrup ist 2014 in neue und größere Räumlichkeiten umgezogen. Träger sind die Stadt Ochtrup und die Katholischen Kirchengemeinde St. Lambertus. Eine wirklich schöne,  einladende und barrierefreie Bibliothek mit einem angeschlossenen Café, das von der Caritas betrieben wird. Viele ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aller Altersstufen tummelten sich während unserer Workshoptage in der Bücherein, der man ihre große Rolle als Kultureinrichtung und Ort für die Menschen in Ochtrup anmerkt.

Die Stimmung ist währenddessen in Lüdinghausen verhaltener. Die Stadtbücherei St. Felizitas ist in einem sehr schönen, aber eben auch recht alten und inzwischen eigentlich viel zu kleinen Gebäude untergebracht. Die Bibliotheken werden als dritter Ort neben Arbeitsplatz oder Schule und Zuhause immer wichtiger. Es braucht also Raum für Arbeitsplätze mit Internet und Strom oder Tische für Arbeitsgruppen. Nach wie vor sind die Bibliotheken auch die Orte, die Zugang zu neuen Technologien, kultureller Bildung und gesellschaftlicher Teilhabe ermöglichen. Längst sind sie keine Ausleihstationen für Bücher mehr. Aber es ist ein zähes Ringen, das natürlich visionär und unternehmungslustig gestimmte Menschen wie das Lüdinghausener Bibliotheksteam gewaltig ausbremst.

Social Media kann daher eine wichtige Rolle spielen, um die Aktivitäten und gesellschaftliche Relevanz einer Stadtbücherei sichtbar zu machen. An Ideen mangelt es den Ochtrupern und Lüdinghausern keinesfalls und ich freue mich auf quietschvergnügte Geschichten!

Was man beiden Teams anmerkt, ist die starke Verankerung in zwei Orten, in denen sich die Menschen mit Bodenständigkeit, Verbindlichkeit und Tatkraft füreinander einsetzen. Folgt Ihnen bei Facebook:
Bücherei St. Lamberti
Stadtbücherei St. Felizitas
Starring: Rudolph Kakowsky

P.S. Ein Jammer war, dass ich wegen der verflixten Lutschtabletten gegen Halsweh kaum Appetit hatte. Die Verpflegung war nämlich sensationell.

P.P.S. Wir wurden behäkelt! Orden für die Coaches und einen Sonderorden für den Herrn Büroleiter Findelkraken. Ich bin immer noch von den Socken. ❤

 

Ach ja, die Ochtruper Nachtigall. Die sieht so aus und ist u.a. im Töpfereimuseum zu bewundern: „Eine Gefäßflöte, die mit Wasser gefüllt, dem Gesang einer Nachtigall verblüffend gleicht.“
Den Kiepenkerl findet man öfter im Münsterland.

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