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Dinslachen, Dinsliken, Dinslaken!

Eine Bahnfahrt, die ist lustig, eine Bahnfahrt, die ist schön, holla-hi, holla-ho! Wie so oft, wenn ein Montag und Schnee aufeinandertreffen, kommt die Bahn ganz durcheinander. Züge gehen vor Schreck kaputt. Weichen krümmen sich vor Kälte. Und so legten wir den letzten Abschnitt von Oberhausen nach Dinslaken letztlich im (rasant brausenden) Taxi zurück.

Auf die holprige Anreise folgten zwei muntere Tage voller Kreativität und mit einer famosen Atmosphäre in der Stadtbibliothek Dinslaken. Und Kuchen! Ich habe bestimmt zwei Kilo zugelegt, weil ich weder dem selbstgebackenen Zitronenkuchen noch dem selbstgebackenen Zwiebelkuchen widerstehen konnte … Wir sprechen ja immer wieder von der Notwendigkeit des Gebens und Nehmens − nun, das war ein guter Austausch, denke ich ;-).

2016-01-19 17.20.19

Ich finde es immer wieder bemerkenswert, wie unterschiedlich die Orte und Teams sind, die ich während der ‪#‎BibReise‬ kennenlerne. Das empfinde ich als große Bereicherung. Manchmal haben wir Teams mit fünf Leuten vor uns sitzen. Andernorts sind es Teams mit über zwanzig Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Schon allein deshalb sind die Stationen auf unserer Reise durch dreizehn Bibliotheken sehr unterschiedlich. Jeder Ort ist in sich sehr besonders.

Dinslaken etwa vereint in sich den Niederrhein und das Ruhrgebiet.Die Stadt hat eine sehr lebendige freie Kulturszene. Und eine tolle Burg. Mit einer Freilichtbühne, dem Burghoftheater, in dem das Fantastival stattfindet. Dinslaken hat ein Monsterkaninchen. Es ist ehemalige Bergbaustadt und heutige Fairtradestadt. Es gibt Stadtführungen mit dem Nachtwächter Heinrich Denkhaus. Die Emscher mündet hier in den Rhein. Und es hat den Stadtteil Lohberg, das bundesweit durch die Salafisten bekannt wurde. Dort befindet sich die Zweigstelle der Stadtbibliothek − und das ist ganz anders, als man nun im ersten Moment denken mag. Ich freue mich bereits darauf, die Zweigstelle beim nächsten Mal auch kennenzulernen. Zumal man immer mehr entdeckt, je näher man in dieser Stadt hinguckt. Ein wahrer Geschichtenhort.

Fabelhaft fand ich den Färbergarten. Der erste in einer deutschen Bibliothek. Einer von sechs in der Stadt. Einer von viele im UNESCO-Projekt sevengardens. Der Färbergarten ist Teil des Kreativitätsprogramms der Stadtbibliothek Dinslaken, das auf Nachhaltigkeit und Upcycling setzt. Beeindruckend und in dieser Form wohl einzigartig in Deutschland. Die Farben auf dem Willkommensschild etwa haben allein einen Löffel gefrorene Blaubeeren als Grundlage.

Ich hatte ja den lieben Gott in Dinslaken getroffen, und seine Schwester hat ja auch in Dinslaken eine kleine Wäscherei, klein, aber fein, muß man sagen, und der Mann von seiner Schwester, also sein Schwager, der hat so eine Rückgratsache und da ist er sehr oft bettlägrig, da kommt der liebe Gott immer mal vorbei, wenn er Zeit hat und gerade in der Nahe ist, dann hilft er seiner Schwester, so im Laden hinter der Theke oder fährt auch die Wäsche aus.Hanns Dieter Hüsch traf den lieben Gott in Dinslaken.

P.S. Übrigens wurde mir der Kniff gezeigt, wie man mit einem Feuerzeug einen Kronkorken öffnen kann. Ha! 😀

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Ein Kommentar zu “Dinslachen, Dinsliken, Dinslaken!

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