Logbuch der Reiseleitung

Panama liegt in der Viertälerstadt Plettenberg, woll?!

„Ich betreibe hier gerade Nachbarschaftshilfe, woll?!“ johlte es am zweiten Tag lautstark einmal quer durch die Stadtbücherei Plettenberg, als eine Kollegin für die andere ein Paket annahm. Alles lachte sich kaputt. Beziehungsstatus? Bestens! Man muss dazu wissen, dass wir uns am ersten Tag mit Fragen der Identität, Verortung und dem eigenen Selbstverständnis auseinandersetzen. Am zweiten geht es um Nachbarschaft und Vernetzung. Beide Tagen dienen dazu, erst einmal einen Schritt zurückzutreten und sich mit dem eigenen So-Sein, Wollen, Können und Ton zu beschäftigen, um sich als Bibliothek den digitalen Raum, insbesondere Social Media, besser zu eigen zu machen.

Die Stadtbücherei Plettenberg verfügt über einen großen Vorteil: Das Team stimmt und vermag es, eine herzliche und gut aufgelegte Atmosphäre herzustellen. Das ist angesichts der Tatsache, dass Plettenberg als Stadt gerade sehr mit sich selbst ringt, sehr von Vorteil. Denn die Bedingungen im Ort sind, nun, nicht ganz einfach.

2016-01-13 16.11.33

Bei unserem Stadtspaziergang stellten wir fest, dass vieles in der Stadtplanung offenbar zu einem Zeiptunkt versäumt wurde, als es wirtschaftlich noch besser möglich gewesen war. Hinzu kommt der Bevölkerungsschwund, in der Region und generell im ländlichen Raum nicht ungewöhnlioch. Hier kann eine Stadtbücherei vor Ort und im digitalen Raum eine wichtige, identitätsstiftende Rolle einnehmen. Gut ist, dass in einer Kleinstadt jeder jeden kennt − und die Plettenberger offenkundig ein unternehmungslustiges, engagiertes, wenn auch in der Tat sehr eigenes Volk sind.

Engelbert, ein Rabe, Wetterhahndiebstahl, BuMoWaDiKo (geheim!), Otto Maloche und Stephansdachstuhl: Wir entdeckten Plettenberg. Eins ist sicher: Balduin bleibt grün! Und wer Panama sucht, sollte mal einen Blick in einen gewissen Schrank der Stadtbücherei werfen …

Nun gilt es, die Erkenntnisse, Geschichten und den Spaß auf Social Media zu übertragen. Bei Facebook tummelt sich die Stadtbücherei Plettenberg hier: facebook.com/Stadtbücherei-Plettenberg. Und Plettenberg spricht man übrigens ‚Plettenberch‘ aus, woll?!

 

Und Spaß hatten wir in diesen beiden Tagen. Überdies wurden wir mit köstlichem selbstgebackenen Kuchen milde gestimmt, von dem nur Krümel zurückblieben. Mir wurde das Rezept zugespielt, das ich gewiss niemandem vorenthalten möchte:

Cappuccino-Nuss-Kuchen

250g Butter
200 g Zucker
2 Päckchen Vanillezucker
4 EL lösliches Kaffeepulver
1 Prise Salz
6 Eier
300 g Mehl
200g gemahlene Haselnüsse
4 gestrichene TL Backpulver
4-5 EL Milch
Puderzucker zum Bestäuben

Einen Rührteig herstellen und eine 22cm Napfkuchenform fetten und den Teig einfüllen.
Bei 150 Grad/ Umluft oder 175 Grad/Ober-Unterhitze ca. 45 Minuten im vorgeheizten Ofen backen.

Mhhh …!

Der Rest vom Fest.

Der Rest vom Fest.

 

 

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2 Kommentare zu “Panama liegt in der Viertälerstadt Plettenberg, woll?!

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